Baudokumentation vom Bau einer Windenergieanlage
Baudokumentation für den Bau dreier Windenergieanlagen der Grünwerke in Breitenbach am Herzberg

Baudokumentation über den Bau von drei Windenergieanlagen

Als wir Anfang 2017 von den Grünwerken, eine Tochter der Stadtwerke Düsseldorf, zum Pitch eingeladen wurden, den Bau von drei 200 Meter hohen Windenergieanlagen mit Fotografie und Filmaufnahmen zu begleiten, war die Euphorie ziemlich groß. Das ist ja genauso wie im Fernsehen, nur hautnah mit dabei und auch noch hier um die Ecke! 😍

  • Ansicht der drei Windenergieanlagen bei Breitenbach am Herzberg, Hessen
  • Luftaufnahme der Baustelle
  • Bagger bei der Arbeit

Filmprojekt mitten in der Natur

Wenn man so ein Projekt angeht, fängt man natürlich auch damit an, sich mit dem Thema etwas mehr auseinander zu setzen. Man ist ja keine stupide Drohne. Eine Baudokumentation auf einer Großbaustelle hautnah mitzuerleben ist natürlich etwas Besonderes. Hat man nicht alle Tage, wir jedenfalls nicht! Man wird sich über den Aufwand und die Herausforderungen, die damit verbunden sind mehr im Klaren, weil man direkt mit involviert wird. Als Filmteam hängt man da mit drin, wenn mal was länger dauert, verschoben wird oder das Wetter ein Strich durch die Rechnung macht.

Aufgrund der Lage, bei Breitenbach am Herzberg, mitten auf einem Berg, im Wald, ohne asphaltierte Straße, kein Fahrstuhl oder Rolltreppe, sehr abgelegen, muss alles an Equipment und Material erstmal hin. Bagger, gigantischer Kran, viel Stahl und Beton und das im Verhältnis doch sehr kleine stillworks Filmteam.

Grüner Strom kommt aus der Steckdose

Wenn man das mal gesehen hat, kann man ein klein wenig nachvollziehen, warum sich der eine oder andere Naturschützer anderer Meinung ist. Man kann auch etwas nachvollziehen, warum sich Anwohner in der Nachbarschaft von Berg und Wald dagegen stellen.

Allerdings leben wir in einer Welt, wo wir wissen, das Öl ist bald alle, Braunkohle zu verbrennen ist auch nicht so cool, Atom will auch keiner, aber ohne Strom geht es auch nicht. Ich kann nachvollziehen, dass man lieber eine schöne Aussicht in die Natur haben möchte, ohne menschlichen Einfluss. Wind-, Wasser- und Solarkraft sind aber im Moment unseren einzigen Alternativen zu grüner Energie und da muss man halt optische Abstriche machen. Wir halt Zeit für Fusionsreaktoren.

Filmaufnahmen auf einer Großbaustelle

Filmaufnahmen für die Baudokumentation über den Bau von drei Windenergieanlagen, waren verbunden mit vielen Herausforderungen.

Das Projekt selber ging von den ersten Aufnahmen bis zum fertigen Film circa ein Jahr. Die Filmaufnahmen haben damit drei von vier Jahreszeiten gesehen; wir auch. Von warmen Sommertagen und 30° Grad bis zu -10° Grad Celsius, Sturm, viel Nebel, Eis und Schnee. Alles dabei gehabt und an vorderster Front miterlebt.

Interessant waren auch die Nächte, wo wir die Schwertransporte mit Anlagenteilen begleitet haben und wie sie dann mit Präzisionsarbeit und viel Zugkraft den Berg hinauf manövriert wurden. Vor allem das 60 Tonnen schwere Maschinenhaus, war schon etwas Besonderes. Solche Projekte könnte es öfter geben!

Für die Filmaufnahmen mussten wir immer leicht, mobil und flexibel sein und uns den neuen Gegebenheiten schnell anpassen zu können. Groß aufbauen und einrichten ist da nicht. Eher Run & Gun Style.

  • Filmaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage
  • Filmaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage
  • Filmaufnahme von der beim Schwertransport der Bauteile der Windenergieanlage
  • Luftaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage
  • Filmaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage

Sicherheit von Personen und Technik ist das A und O

Große Maschinen, große Teile, steile Abhänge, Löcher und viele Stolpersteine. Sicherheit ist auf so eine Baustelle unglaublich wichtig. Man muss gesehen werden, man muss auf andere aufpassen und immer damit rechnen, das man selber nicht gesehen wird. Warnwesten, Helm und Sicherheitsschuhe waren unser ständiger Begleiter.

Neben der persönlichen Sicherheit muss auch die Technik mehr Aufmerksamkeit als üblich bekommen. Es kann schnell was umfallen, sich irgendwo Dreck und Staub festsetzen oder ausfallen. Bei so einem Projekt muss man immer dafür sorgen ein Backup dabei zu haben. Seien es mehr Akkus, Speicherkarten, Datensicherung vor Ort oder auch einen Regenschutz.

Und das Fazit: Es hat sich keiner verletzt, alle sind wieder heile zu Hause und dem Equipment geht es auch gut 🙂👌

  • Manchmal muss man lange warten
  • Oft sind wir aber in voller Aktion bei unseren Filmaufnahmen
  • Und dann wartet man wieder. Alles Milimeterarbeit.

Manchmal ist ach weit und breit nichts zu sehen. Warten auf das, was kommt.

Luftaufnahmen mit der DJI Inspire 2

Filmaufnahmen sind noch nicht alles. Eine Windenergieanlage besticht durch ihre Höhe. Diese Perspektiven lassen sich unmöglich vom Boden aus machen. Perfekt für diesen Job ist eine Drohne, die eigentlich ein Multikopter ist. Wir haben, die damals neu erschiene, DJI Inspire 2 gleich ihre Feuertaufe verpasst. Harte Umgebung, harte Bedingungen und müssen sagen, ohne sie wäre viele Aufnahmen so nicht möglich gewesen. Vor allem der Dual Operator Einsatz, Kamera und Kopter mit getrennten Fernsteuerungen, ist das, was den Kreativen in einem aufleben lässt. Unglaubliche Perspektiven, Blickwinkel und Kamerabewegungen sind oft nur aus der Luft möglich.

Equipment check bevor es losgeht.
  • Luftaufnahmen vom aufsetzen des Maschinenhauses der Windenergieanlage
  • Luftaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage
  • Luftaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage
  • Luftaufnahme von der Baustelle der Windenergieanlage

Finaler Film der Baudokumentation der Grünwerke